Mammographie-Screening-Programm

Zur Früherkennung von Brustkrebs wurde 2005 deutschlandweit das qualitätsgesicherte Mammographie-Screening-Programm für alle Frauen von 50-69 Jahren eingerichtet. Dieses Programm gehört mittlerweile zum festen Standard der Brustkrebsfrüherkennung und die Teilnahme wird von den Fachverbänden der Gynäkologen und Radiologen empfohlen. Seit 2007 wird dieses Programm in der Screening- Einheit 4 Hessen durch zwei Programmverantwortliche Ärzte unserer Praxis geleitet, die mit ihrem Screening-Team von über 40 Mitarbeitern für die Brustkrebsfrüherkennung von fast 170 000 Frauen des Wetteraukreises, des Main-Kinzig-Kreises und der Stadt und des Landkreises Offenbach verantwortlich sind. Durch die langjährige Erfahrung und den intensiven fachübergreifenden Austausch im Kollegenteam ist durch das Screening ein Kompetenzteam entstanden, das in Verbindung mit kooperierenden Brustzentren über eine hohe Expertise in Diagnostik und Therapie von Brustkrebs verfügt.

Eine Einladung zur Teilnahme erfolgt alle zwei Jahre durch die Zentrale Stelle in Frankfurt. Sollten Sie zur anspruchsberechtigten Gruppe gehören und noch keine Einladung erhalten haben, können Sie einen entsprechenden Termin bei der Zentralen Stelle anfordern (TEL 069 24 . 741 7676).

Patientinnen, bei denen Hinweiszeichen auf Brustkrebs bestehen, sollten nicht am Früherkennungsprogramm teilnehmen, sondern sich zunächst bei Ihrem Frauenarzt bzw. Ihrer Ärztin vorstellen. Falls erforderlich, werden wir Ihnen auf Überweisung Ihres Arztes einen kurzfristigen Termin zur weiteren Befundabklärung im Rahmen unserer Sprechstunden anbieten.

Qualitätssicherung im Mammographie-Screening-Programm (u.a.):

  • Tägliche Qualitätskontrolle des Mammographiegeräts und Einsatz erst nach Freigabe durch das zuständige Referenzzentrum nach Prüfung der Strahlenparameter.
  • Ausschließlicher Einsatz von zertifizierten Mitarbeitern nach erfolgreicher Absolvierung spezialisierter Kurse und mehrwöchigen angeleiteten Tätigkeiten in einem Referenzzentrum
  • Jeder befundende Arzt muss jährlich die Mammographien von mind. 5.000 Frauen befunden, eine jährliche Fallsammlungsprüfung erfolgreich ablegen und unterliegt der kontinuierlichen Qualitätskontrolle des programmverantwortlichen Arztes.
  • Jede Mammographie im Screeningprogramm wird immer von mindestens zwei Ärzten unabhängig voneinander befundet und bei auffälligen Befunden durch ein Dreiergremium unter Leitung des programmverantwortlichen Arztes konsensuiert.
  • Im Screening-Programm verankerte Terminfristen garantieren den teilnehmenden Frauen im Falle eines auffälligen oder gesichert krankhaften Befunds eine rasche Befundabklärung und ggf. Einleitung notwendiger Therapieschritte.
  • Letztlich findet alle 30 Monate eine Rezertifizierung der gesamten Screeningeinheit durch die in Berlin ansässige, deutschlandweit agierende Kooperationsgemeinschaft Mammographie statt, bei der die Erfüllung aller für ein erfolgreiches Früherkennungsprogramm entscheidenden Leistungs- und Qualitätsparameter überprüft wird.

Unsere Screening-Einheit (SE4-Hessen) hat alle Rezertifizierungen – letztmalig im Februar 2017 – erfolgreich und ohne Auflagen bestanden.

Was man über das Mammakarzinom wissen sollte:

  • Mamma ca. = Mammakarzinom = maligner Tumor der Milchgänge = Brustkrebs
  • Maligne = bösartig
  • Recht häufige Erkrankung: Eine Frau ist im Lauf des gesamten Lebens statistisch mit einem Risiko von ca. 10% belastet.
  • Der Brustkrebs, genauso wie andere maligne Erkrankungen, verursacht fast nie Beschwerden. In manchen Situationen werden die tastbaren Knoten der Brust missachtet, weil sie nicht wehtun! Tastbefunde (Verhärtungen/Knoten) oder Hauteinziehungen der Brust erfordern immer eine weitergehende fachärztliche Untersuchung.
  • Vorbeugen oder Vorherwissen ist heute noch nicht möglich. Umso wichtiger ist natürlich die Früherkennung. Die Therapie ist dann in 90% bis zu 100% der Erkrankungsfälle erfolgreich!
  • Wie führt man eine Früherkennung durch? – Es wird bei GESUNDEN Menschen im Rahmen einer Reihenuntersuchung (Screening) geprüft, ob sich bereits ein Tumor oder seine Vorstufe erkennen lassen. Man könnte natürlich alle möglichen Untersuchungsformen wählen, es muss jedoch eine zuverlässige Methode sein. So wäre beispielsweise ein Bluttest am einfachsten und schnellsten durchführbar, es stehen jedoch leider momentan keine zuverlässigen Tests zur Verfügung. Unter allen derzeit verfügbaren Methoden ist die Mammographie zu Screeningzwecken am besten geeignet.

Für einige Untersuchungen gibt es Fragebögen und Merkblätter, die Sie sich bereits im Vorfeld als PDF herunterladen können:

Mammographie-Screening: Anamnesebogen
Mammographie-Screening: Implantatfragebogen
Mammographie-Screening: Datenschutz Privatversichert
Mammographie-Screening: Infoblatt Ärzteteam Privatversichert
Mammographie-Screening: Verzichtserklärung